Toleranz durch Dialog zieht erfolgreiche Zwischenbilanz
Mitten in der Sommerpause lohnt sich ein Blick zurück – und zwar ein sehr erfreulicher:
Das Projekt „Toleranz durch Dialog“ hat in den vergangenen Monaten zehn Projekttage im Landkreis Elbe‑Elster erfolgreich umgesetzt. Knapp 200 Jugendliche haben teilgenommen, diskutiert, ausprobiert und sich intensiv mit dem Alltag von Menschen mit Behinderungen auseinandergesetzt.
Begegnungen, die etwas verändern
Begleitet wurden die außerschulischen Projekttage von sechs engagierten Referent:innen, die den Jugendlichen offen und geduldig Einblicke in ihre Lebenswelt gaben. Dabei entstanden Gespräche, die berührten und zum Nachdenken anregten.
Die Jugendlichen stellten neugierige und oft überraschend einfache Fragen – genau die Art von Fragen, die echte Aha‑Momente auslösen:
Wie schwer ist es, eine Hose anzuziehen, wenn man auf einen Rollstuhl angewiesen ist?
Wie schafft es der blinde Rainer Engelmann, seinen Kaffee einzuschenken, ohne die Tasse zu überfüllen?
Diese Begegnungen auf Augenhöhe schaffen Verständnis, bauen Hemmschwellen ab und fördern gegenseitige Rücksichtnahme.
Lernen durch Erleben
Besonders eindrücklich waren die praktischen Übungen:
einen Weg blind mit dem Taststock zurücklegen
den eigenen Namen mit der Punktschriftmaschine schreiben
einen kleinen Rollstuhlparcours meistern
Die Jugendlichen konnten unmittelbar erleben, welche Herausforderungen Menschen mit Handicap im Alltag bewältigen – und wie viel Geschick, Mut und Selbstständigkeit dahintersteckt.
Gefördert und getragen
Das Projekt wird unterstützt von der Partnerschaft für Demokratie in Elbe‑Elster im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Nachfrage bleibt hoch – bis Ende des Jahres können weitere Projekttage umgesetzt werden.
Wir suchen Verstärkung
Um das Projekt weiter auszubauen, suchen wir engagierte Referent:innen mit unterschiedlichen Behinderungen, die Lust haben, ihre Erfahrungen mit jungen Menschen zu teilen und einen wichtigen Beitrag zu mehr Toleranz und Miteinander zu leisten.
Foto: Frau K. Reins