Mädchen-Programmierworkshop – Lass uns gemeinsam coden!
Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwochen öffneten wir die Türen des Finsterwalder Freizeitzentrums (FZZ) für unseren Workshop „Lass uns gemeinsam coden!“. Ursprünglich für Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren geplant, wurde der Nachmittag zu einer kleinen, aber umso intensiveren Coding-Session – mit einer überraschenden Wendung.
Was ist passiert?
Trotz unserer Vorbereitungen für zehn Teilnehmerinnen kam nur ein Mädchen vorbei. Doch statt den Workshop abzusagen, öffneten wir die Runde spontan für drei interessierte Jungs, die vor Ort waren und mitmachen wollten. So wurde aus dem Mädchen-Workshop ein gemischtes, aber mindestens genauso motiviertes Team.
Eineinhalb Stunden lang tauchten die vier Jugendlichen unter der Anleitung von Max Paulus vom MINTup/Neuland21 und Markus Wegner von G3 in die Welt des Programmierens ein. Mit dem Calliope mini – einem kleinen, aber mächtigen Computer – programmierten sie ihr eigenes „Schere, Stein, Papier“-Spiel. Von den ersten einfachen Befehlen bis zum fertigen Spiel war die Begeisterung greifbar. Besonders schön: Die Gruppe unterstützte sich gegenseitig, tauschte Ideen aus und zeigte, wie viel Spaß es macht, gemeinsam Lösungen zu finden.
Warum war der Workshop trotzdem ein Erfolg?
- Flexibilität gewinnt: Statt den Workshop ausfallen zu lassen, nutzten wir die Chance, Interesse zu wecken – unabhängig vom Geschlecht.
- Technik verbindet: Die Jugendlichen entdeckten, dass Programmieren keine Frage des Geschlechts, sondern der Neugier ist.
- Kreativität statt Perfektion: Auch mit einer kleinen Gruppe entstand eine lockere, experimentierfreudige Atmosphäre, in der jeder etwas mitnehmen konnte.
Wer stand dahinter?
Der Workshop war eine Kooperation der Bürgerregion Lausitz, MINTup (Herzberg) und des Freizeitzentrums der Stadt Finsterwalde. Unser Ziel: Jugendlichen – egal ob Mädchen oder Jungen – die Scheu vor Technik zu nehmen und zu zeigen, dass Programmieren kreativ, zugänglich und vor allem machbar ist.
Was nehmen die Teilnehmer:innen mit?
Am Ende hatten alle ein selbst programmierten Spiel – und die Erkenntnis: „Ich kann das!“. Besonders schön war zu sehen, wie die anfängliche Zurückhaltung schnell Stolz und Begeisterung wich. Einer der Jungs sagte sogar: „Kann ich den Calliope behalten?“
Ein herzliches Dankeschön…
… an unsere Teilnehmerin und die drei spontanen Mitcoder für ihre Offenheit,
… an die Kooperationspartner für die unkomplizierte Unterstützung.
Was kommt als Nächstes?
Die Erfahrung hat uns bestärkt: Technikbegeisterung kennt kein Geschlecht – und manchmal braucht es einfach einen Anstoß. Deshalb denken wir bereits an die nächste Runde – vielleicht mit einem offeneren Format, das noch mehr Jugendliche anspricht.
Interessiert an ähnlichen Workshops?
Meldet euch gerne im FZZ unter oder bei uns unter . Wir wiederholen den Workshop gerne nochmal!
Fotos: Markus Wegner, Karla Fornoville
Die Bürgerregion Lausitz wird gefördert durch Mittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) sowie des Landes Brandenburg (Förderprogramm STARK – Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten).